„Heißzeit“ auch in Oberfranken

Heißzeit ist das „Wort des Jahres 2018“. Die Gesellschaft für deutsche Sprache thematisiert damit nicht nur einen extremen Sommer, der gefühlt von April bis November dauerte [1]. Ebenfalls angedeutet werden soll eines der gravierendsten globalen Phänomene des frühen 21. Jahrhunderts, der Klimawandel.

Klimadaten 2018 für Oberfranken

Klimadaten Oberfranken

Die Auswertung der verfügbaren Stationsdaten für Oberfranken (ausgewählt wurden nur Stationen, für die alle Daten der letzten 30 Jahre verfügbar waren) zeigt, dass 2018 seit 2003 das zweitniederschlagsärmste Jahr in den letzten 30 Jahren gewesen ist [2]. Der Niederschlag im Jahr 2018 betrug 544 mm, das langjährige Mittel liegt bei 745 mm. Insgesamt fehlen im Durchschnitt mehr als 200 Liter Wasser pro Quadratmeter.

2018 stellte einen neuen Temperaturrekord auf, die Jahresdurchschnittstemperatur lag bei über 9,5 °C und damit 1,5 °C über der langjährige Jahresdurchschnittstemperatur von knapp 8 °C.

Diese Temperaturen, gekoppelt mit dem ausgebliebenen Niederschlag, haben unseren Wäldern stark zugesetzt. Zusätzlich haben lokale Ereignisse wie Hagelschlag und das Sturmtief Fabienne schwere Schäden in Oberfranken verursacht. Die Waldbesitzer haben durch die Bewirtschaftung ihrer Wälder zur Reduzierung des Kohlendioxids in der Atmosphäre beigetragen. Jetzt sind die Waldbesitzer die ersten Opfer des nicht von Ihnen verschuldeten Klimawandels [3].

Daher muss die Politik weiterhin die Waldbesitzer durch Förderung von Waldumbaumaßnahmen und, im Falle von Schäden, durch finanziellen Ausgleich unterstützen.

„Das Katastrophenjahr 2018 hat mit seinen Wetterextremen schwere Schäden in unseren Wäldern angerichtet“, sagte Josef Ziegler, Vorsitzender des Ausschusses für überbetriebliche Zusammenarbeit der AGDW. „Gerade im Kleinprivatwald brauchen wir eine langfristige Unterstützung, um unsere Wälder gegenüber künftigen Wetterextremen zu stabilisieren und zu erhalten.  Der Wald hat viele ökologische Funktionen, er ist aber auch breit gestreutes Eigentum und häufig Teil der Absicherung im Alter. Die abgestorbenen Wälder hinterlassen eine Vielzahl unterschiedlicher Schäden für die gesamte Gesellschaft.“ [4].

Quellen

[1] https://gfds.de/wort-des-jahres-2018/

[2] https://cdc.dwd.de/

[3] Wald im Würgegriff des Klimawandels

[4] https://www.waldeigentuemer.de/der-wald-in-deutschland-ist-akut-bedroht/

 

 

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