Pretzfeld auf Rekordkurs

10 Uhr in der Zentrale der Waldbesitzervereinigung Fränkische Schweiz in Pretzfeld: Gespannt warten am Donnerstagmorgen über 15 Personen auf die Eröffnung der Gebote für die Wertholzstämme.

Wie jedes Jahr wurden die wertvollsten Stämme aus ganz Ober- und Mittelfranken nach Strullendorf auf den Lagerplatz gefahren. Dort konnten die Prachtstücke von den potenziellen Käufern begutachtet werden, Gebote konnten bis zum Stichtag der Submission, dem 16.01.2020, schriftlich eingereicht werden.

Jörg Ermert, Geschäftsführer der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberfranken und Verkaufsleiter der Submission, gibt pünktlich um 10 Uhr den Startschuss zum Öffnen der Gebote. Jetzt geht es an die Auswertung der Gebote, insgesamt konnten 445 Stämme mit einem Gesamtvolumen von über 527 Festmetern (fm) beboten werden. Das Interesse auf Käuferseite war dieses Jahr besonders groß, insgesamt wurden 29 Gebote eingereicht. Michael Kreppel, Abteilungsleiter Forsten vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, hat daher viele fleißige Helfer organisiert, die bei der Eingabe des Datenwustes helfen.

Schon während der Eingabe der Daten hört man einen aufgeregten Schrei, ein Gebot über 11.220 €/fm wurde für einen Bergahorn abgegeben. Dieses Gebot ist dann auch das Höchste der Veranstaltung. Der Stamm mit 1,6 fm wechselt für über 18.135 € den Besitzer, das höchste Ergebnis, die jemals in Pretzfeld erreicht wurden! Ein riesiger Erfolg für Harald Quinger, Geschäftsführer der Waldbesitzervereinigung Lichtenfels-Staffelstein, der für die Lieferung des Stammes verantwortlich ist.

IMG_9765k.jpgJörg Ermert, Geschäftsführer der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberfranken, mit der „Braut“ der Submission
(Die Braut ist der Stamm, der den höchsten Erlös pro Festmeter erzielt)

Auch die weiteren Baumarten schneiden gut ab, der Durchschnittspreis über alle Baumarten steigt um sagenhafte 16 % von 385 €/fm im letzten Jahr auf 448 €/fm.

Besonders freut sich Matthias Kraft, Geschäftsführer der Waldbesitzervereinigung Fränkische Schweiz über den Durchschnittspreis für die Eiche, dieser steigt nochmals um zwei Euro auf über 518 €/fm. Die teuerste Eiche kommt dieses Jahr auch aus dem Bereich der Fränkischen Schweiz. Der Stamm mit 3,66 fm wurde mit 2.310 €/fm beboten, der Preis beträgt insgesamt 8.464 €. Die Esche ist leicht rückläufig und bringt im Schnitt 184 €/fm. Einen großen Sprung macht die Buche, die dieses Jahr im Schnitt knapp 154 €/fm erlöst, ein Plus von über 20 € gegenüber dem Vorjahr.

Auf Käuferseite freut man sich über die gesteigerte Qualität der Stämme. Diese hat sich inzwischen bis ins Ausland herumgesprochen, ein Käufer kam aus Tschechien, zwei Käufer aus Frankreich. Knapp 18 % der Stämme wurden ins Ausland verkauft.

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